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Dem Libanon helfen, Flüchtlinge zu versorgen

Der Libanon mit seinen rund sechs Millionen Einwohnern ist eines der größten Aufnahmeländer für Geflüchtete, die aus dem Irak oder Syrien kommen. Zwischen einer und 1,5 Millionen Flüchtlinge leben dort. Das politische System des Landes ist sehr kompliziert und soll vor allem den Einfluss der verschiedenen religiösen Konfessionen austarieren. Maronitische Christen, Drusen, schiitische und sunnitische Muslime stellen die Mehrheit der Bevölkerung. Mit dem Bürgerkrieg in Syrien und dem Kampf um mehr Einfluss im Nahen und Mittleren Osten zwischen den Regionalmächten Saudi-Arabien und Iran ist der fragile religiös-politische Frieden im Libanon gefährdet.

  • 2017 förderte missio vier Hilfsprojekte seiner Partnerinnen und Partner im Libanon mit rund 400.000 Euro. Davon werden vor allem die pastorale Arbeit, Akuthilfe sowie der Unterhalt der Kirchen im Nahen Osten finanziert.
  • Außerdem unterstützte missio den ökumenischen Fernsehsender SAT-7 mit 300.000 Euro. Der Sender zielt darauf ab, den Christen im Nahen Osten und in Nordafrika bei der Vertiefung ihres Glaubens zu helfen. Die Programme werden unter anderem auf Arabisch, Farsi und Türkisch ausgestrahlt.
  • missio beteiligt sich auch am Unterhalt der kirchlichen Infrastruktur im Libanon. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Zusammenarbeit und den Handlungsspielraum der Kirchen vor Ort.
In einer großen Küche bereiten die Schwestern Essen für Flüchtlinge vor. Foto: Andy Spyra/missio
Diese Schwestern kochen zusammen für die vielen Flüchtlinge. Das Zusammenleben vieler Religionen ist oft nicht einfach.

Helfen Sie den Menschen im Libanon

Infobox

Der „Human Development Index“ (HDI) ist ein Instrument der Vereinten Nationen. Damit wird der Entwicklungsstand von 188 Ländern angegeben. Die Grafik zeigt die Platzierung des jeweiligen Landes auf diesem sogenannten HDI. Die Statistik stammt aus dem Jahr 2011. Dabei kann es zu falschen Angaben kommen.

Impressionen aus dem Libanon

Libanon: Zur Lage der Religionsfreiheit

Der Libanon bildet in religiöser Hinsicht eine Ausnahme im ganzen Nahen Osten. Er ist der einzige arabische Staat, in dem der Präsident kein Muslim ist. Christen und Muslime teilen sich die Macht, im Libanon herrscht Religionsfreiheit. Zu eigenartigen Konstruktionen kommt es, wenn sich nicht anerkannte Religionen anerkannten Religionen anschließen müssen, um alle politischen Rechte zu erlangen.

Da der Staat den Religionsgemeinschaften eine große Freiheit gibt, können sie sich auch gesellschaftlich stark engagieren. So nehmen die Konfessions- und Religionsgemeinschaften viele soziale Aufgaben des Staates wahr. Das führt dazu, dass die Religionsgemeinschaften ihre Mitglieder über die sozialen Einrichtungen an sich binden. Sowohl das politische System, der Konfessionalismus, als auch das Sozialsystem der Konfessionen und gesellschaftliche Wertvorstellungen lassen es so allerdings kaum zu, dass ein Mitglied die Konfessionsgemeinschaft verlässt – unabhängig von den konkreten Glaubensüberzeugungen.

Wir von missio haben dazu eine Studie erstellt, die Ihnen im Downloadkasten zur Verfügung steht.