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Buchtipp: „Wir sind nur Gast auf Erden“ — Schöpfungsspiritualitäten

Papst Franziskus wendet sich mit seiner Enzyklika Laudato si` der Ökologie und Ökonomie zu und richtet dieses Schreiben an alle Menschen auf dieser Welt. Ausgehend von den ökologischen Herausforderungen und aktuellen Debatten um Nachhaltigkeit regt der Papst einen interreligiösen und interkulturellen Dialog zum Thema Schöpfung an. Im Jahr 2017 wurde das Anliegen von Papst Franziskus in einem wissenschaftlichen Symposium mit dem Titel „Wir sind nur Gast auf Erden“ aufgegriffen. 

Das Buch „Wir sind nur Gast auf Erden“ dokumentiert diese Tagung und lädt dazu ein, Schöpfungsmythen verschiedener Kulturen, die das Wirklichkeitsverständnis und die Handlungsmuster bis heute prägen, wahrzunehmen. Zudem wird den Fragen nach einer Schöpfungsgerechtigkeit und der Schöpfungsspiritualität nachgegangen. Damit soll das Verständnis der fundamentalen Fragen der Menschheit gefördert und die „Sorge um das gemeinsame Haus“ zu einem gemeinsamen Anliegen werden.

Das Symposium bildete den Auftakt des auf drei Jahre angelegten, vom Internationalen Katholischen Missionswerk missio initiierten, wissenschaftlichen und komparativ ausgerechteten Projekts zum Thema Schöpfungsspiritualität. Im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsdebatte und der Beschreibung ökologischer Herausforderungen von Papst Franziskus wurde der interreligiöse und interkulturelle Dialog zum Thema Schöpfung angeregt. Papst Franziskus fordert die Menschen auf einen Dialog aufzunehmen, der auf die Schonung der Natur, die Verteidigung der Armen und den Aufbau eines Netzes der gegenseitigen Achtung und der Geschwisterlichkeit ausgereichtet ist.

Die Tagung „Wir sind nur Gast auf Erden“ versteht sich als Antwort auf den Aufruf von Papst Franziskus, den interreligiösen und interkulturellen Dialog zu beginnen. Dabei wurden drei Perspektiven eingebracht: Im ersten Schritt wurde der Aspekt „Leben in der Schöpfung“ fokussiert. Im zweiten Schritt ging die Tagung auf die Bedeutung von Laudato si` für (Latein-) Amerikaner ein. Abschließend wurde die Frage thematisiert, wie eine zeitgemäße Schöpfungsverantwortung gestaltet werden kann.

Die Beiträge des Buches sollen dazu beitragen, eine religionsübergreifende und religionsverbindende Schöpfungsspiritualität zu entwickeln. „Wir sind nur Gast auf Erden“ bietet sich als Lektüre für alle an, die sich für die Bewahrung der Schöpfung, für nachhaltige Lebensweisen und interkulturelles Lernen interessieren.

Grünewald/missio
Edition Schöpfung Bd. 1: Wir sind nur Gast auf Erden. Lateinamerikanische Schöpfungsspiritualitäten im Dialog.

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