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Myanmar: Gut planen, um den Ärmsten helfen zu können

Kardinal Charles Maung Bo ist Erzbischof von Yangon in Myanmar. Auch wenn die Situation in seinem Land noch nicht dramatisch ist, so sieht er doch die Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht. Für ihn sind deshalb Planung und Zusammenarbeit die wichtigsten Mittel im Kampf gegen die Epidemie.

Kardinal Charles Maung Bo (Myanmar)

Myanmar blieb bisher von einer hohen Zahl erkrankter Menschen verschont. Bisher gab es nur vereinzelte Fälle, die offiziell bekannt gegeben wurden, und selbst die waren alle negativ. Es gab auch keine Todesfälle durch COVID-19. Die Regierung beobachtet die Situation sehr genau und hat Schritte eingeleitet, um gesellschaftliche Distanz zu wahren, wie Schulschließungen oder Kontrollen bei Versammlungen.

Myanmar ist ein sehr armes Land und die Tagelöhner wird es am stärksten treffen. Die Textilarbeiter wurden bereits freigestellt, sie gehören zu den Ärmsten innerhalb der Bevölkerung. Tausende sehen sich mit der trostlosen Aussicht auf Lebensmittelknappheit und mehr konfrontiert.

Die Regierung hat Diagnostik- und Behandlungszentren installiert. Dankenswerterweise sind die Fallzahlen noch nicht hoch. So kann nun jeder, der an COVID-19 leidet, diese Einrichtungen aufsuchen. Im ungünstigen Falle einer Ausbreitung der Krankheit könnte es hier zu großen Herausforderungen kommen. Die Regierung kann auf Hilfe aus China hoffen, die diese Herausforderung so langsam gemeistert zu haben scheinen.

Es gab keine Vernetzung von Nichtregierungsorganisationen. Viele von ihnen sind wahrscheinlich nicht in der Lage, alle Menschen zu erreichen. Dies liegt nun ausschließlich in der Verantwortung der Regierung. Sie hat auch die Industrie dazu aufgefordert, die Werke geöffnet zu lassen, um den Menschen weiterhin Arbeit zu geben. Das betrifft auch ausländische Unternehmen, insbesondere koreanische und chinesische.

Zusammenarbeit ist entscheidend

Karuna plant noch seine Reaktion auf diese Situation – die Armen werden Unterstützung bei der Nahrung brauchen, aber die Logistik ist kompliziert und die Anzahl der Notleidenden hat stark zugenommen durch die Einschränkungen aufgrund von COVID-19. Die Kirche und Karuna können die am meisten Verletzlichen in unserer Gesellschaft mit ihrer Nahrungsmittelhilfe erreichen. Aber wir müssen dabei mit der Regierung zusammenarbeiten.

Die Notstandssituation entwickelt sich langsam. Wir müssen mehr planen. Unsere Hoffnung ist das Netzwerk der internationalen Caritas. Auch die lokalen Geschäfte, denn die Menschen helfen gerne. Wenn dieser Plan erst einmal steht, können wir um Unterstützung durch unsere Partner bitten.

Kardinal Charles Maung Bo, Erzbischof von Yangon (Myanmar)

Kardinal Charles Maung Bo ist Erzbischof von Yangon in Myanmar. Auch wenn die Situation in seinem Land noch nicht dramatisch ist, so sieht er doch die Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht. Für ihn sind deshalb Planung und Zusammenarbeit die wichtigsten Mittel im Kampf gegen die Epidemie. Foto: missio
Kardinal Charles Maung Bo ist Erzbischof von Yangon in Myanmar. Auch wenn die Situation in seinem Land noch nicht dramatisch ist, so sieht er doch die Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht. Für ihn sind deshalb Planung und Zusammenarbeit die wichtigsten Mittel im Kampf gegen die Epidemie.

Solidaritätsfond

Hilfe für Corona-Opfer

missio hat einen Solidaritätsfonds angelegt, um den von Corona am stärksten betroffenen Partnerinnen und Partnern in Asien, Afrika und Ozeanien schnell und unbürokratisch helfen zu können. Das Ziel: Sie sollen gerade in dieser schwierigen Zeit den leidenden Menschen zur Seite stehen und helfen können.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!


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